Wärmepumpen-Praxis im hessischen Wohngebäudebestand

In einer zweijährigen Feldphase wurden 48 nicht sanierte und teilsanierte Wohngebäude mit Wärmepumpenanlagen untersucht.
Ergebnisse:
- Nur bei rund 60 Prozent der Anlagen wurde eine Heizlastberechnung durchgeführt.
- Ein nicht unerheblicher Teil der Anlagen ist zu groß ausgelegt.
- Etwa bei der Hälfte der Anlagen erfolgte ein hydraulischer Abgleich.
- Häufig fehlten eine ausreichende Einweisung in die Bedienung sowie eine intuitive Steuerung der Anlagen.
- Funktionen zur Eigenstromverwendung (PV) blieben weitgehend ungenutzt.
- Vor-Ort-Untersuchungen einzelner Anlagen zeigten, dass durch angepasste Heizkurven, optimierte Warmwasserzeiten und eine bessere Dämmung der Rohrleitungen weitere Effizienzsteigerungen möglich sind.
Fazit der Studie: Das Forschungsvorhaben belegt, dass Wärmepumpen auch im Gebäudebestand ein tragfähiger Bestandteil der Wärmewende sind. Entscheidend für einen effizienten Betrieb sind eine sorgfältige Planung, qualifizierte Installation und angepasste Einstellung der Wärmepumpe.
Studienbericht: https://www.iwu.de/forschung/energie/wp-hessen/)
